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Bodenmaterialien im großen Vergleich: Parkett, Vinyl, Laminat, Kork und Fliese


Bodenmaterialien im großen Vergleich: Parkett, Vinyl, Laminat, Kork und Fliese


Ist Ihre Bodenwahl für eine Renovierung oder Ihr neues Objekt zeitgemäß? Unterschiedliche Fussbodenmaterialien sind für unterschiedliche Räume und Situationen gedacht, wobei wir nun auf die unterschiedlichen Vor- und Nachteile der fünf beliebtesten Böden eingehen. Bei der Auswahl eines Bodens sollten Sie auf wichtige Aspekte wie Wasser- und Stoßfestigkeit sowie Fußgefühl, Pflegeleichtigkeit, Akustik, Allergiefreundlichkeit und Garantie achten. Anhand dieser Reflexionen können Sie leicht herausfinden, welches Bodenmaterial für Ihren Raum und Ihre Umgebung am besten geeignet ist. 



 

Unterschiedliche Fussbodenmaterialien für unterschiedliche Räume und Nutzungen


 

Für Nasszellen ist die Wahl am einfachsten. Hier lohnt es sich nicht, an eine andere Option als Fliesenboden zu denken. Im Nassraum muss eine ausreichende Abdichtung unter dem Boden vorhanden sein und bei der Verlegung des Bodens muss ein Gefälle zum Ablauf möglich sein. Das ist nur mit Fliesen zu erreichen. 

Beim Wechsel in trockene Innenräume, also Wohn-, Büro- oder Produktionsräume, fällt die Wahl nicht mehr so leicht. Familien mit Kindern und Haustieren benötigen einen sehr strapazierfähigen Boden, der sich angenehm unter den Füssen anfühlt und pflegeleicht ist. In der Wohnung ist ein ruhiger Boden keine schlechte Sache, aber im Büro wird die Notwendigkeit nochmals besonders betont. Fliesenböden erfordern oft eine Fußbodenheizung und bieten bei sehr hohen Glanzgraden nicht genügend Reibung, sodass es zu Kompromissen in der Sicherheit kommt. Im Folgenden sind einige wichtige Punkte aufgeführt, die die Auswahl eines Bodens für einen trockenen Innenraum entscheiden und erleichtern: 

 

Nur zwei Böden bieten 100 % Wasserbeständigkeit


 

Es gibt zwei vollständig wasserdichte Bodenbeläge auf unserer Liste; Fliese und Vinylboden mit SPC-Trägerplatte. Bei Fliesenböden kann Wasser nur durch schwache Nähte passieren. Bei Vinylböden gibt es verschiedene Varianten auf dem Markt, von denen ältere Generationen eine Trägerplatte auf Holzfaserbasis (HDF) haben. Diese haben zwar eine wasserdichte Vinyloberfläche, aber die Basis saugt Wasser, welches durch Nähte und eindringt auf unds ich verformt. 

Wir bieten keine Vinyldielen der vorherigen Generation an, da ihre Probleme denen von Laminat, Parkett oder Kork ähneln: wenn Wasser mit der Innenseite des Bodens, d.h. Trägerplatte/Rahmen, in Kontakt kommt, quillt der Rahmen auf, hebt die Nähte vom Boden bis zur Oberseite an, wobei scharfe Kanten entstehen. Bei den neuesten und besten Vinylböden wird die Wasserbeständigkeit durch die SPC-Trägerplatte (Stone Plastic-Component, bestehend aus 70% Kalkstein und 30% Kunststoff) gewährleistet. SPC-Vinylboden kann bedenkenlos z. B. in Eingangsbereich, Küche, Vorräumen, Saunas und Hauswirtschaftsraum verlegt werden. 

 


Das Bild oben zeigt einen Vinylboden mit Verbundrahmen, der nach dem Feuchtigkeitstest in einwandfreiem Zustand ist. Unten ein wassergeschädigter, HDF-gerahmter Vinyl-Korkboden, der während des Tests um 20 % anschwoll und dessen Oberfläche zu wellen begann. 


 

Die anderen Bodenmaterialien in unserem Vergleich schaffen es nicht einmal in diese Liste. Zum Beispiel ist Laminat zwar leicht sauber zu halten und die Oberfläche des Laminats selbst wasserabweisend, aber der Rahmen ist es nie: Wenn in der Produktbeschreibung angegeben ist, dass der Boden etwa 8-12 mm dick ist und die Rahmenfarbe braun ist, können Sie sicher sein, dass es sich um einen HDF-Rahmen auf Holzfaserbasis handelt. SPC-Vinylböden sind im Vergleich nur 5.5 mm bis 6.5 mm dick. Die Oberfläche eines Bodens aus HDF-Platten kann sich bei einem Aufprall "öffnen", wodurch die Trägerplatte Wasser und anderen Schäden ausgesetzt wird. In ähnlicher Weise absorbieren die Nähte des Laminatbodens Wasser, d. h. in der Nähe des Getränkebehälters des Haustiers oder nahe einer Wasserstelle in der Küche kann Wasser allmählich in die Basis eines solchen Laminatbodens absorbiert werden anschwellen. 

Gleiches gilt für Korkböden sowie Parkett; Wenn Wasser durch Bodenfugen oder Sockelleisten in den Rahmen gelangt, quillt es den Boden auf und lässt ihn im schlimmsten Fall hässlich quietschen. Dies kann auch zu Problemen mit der Raumluft führen, da ein feuchter Holzfaserrahmen nicht schnell trocknen kann und einen guten Nährboden für Mikroben bietet. Bei einem Vinylboden mit Steinverbundrahmen kann das nicht passieren da er weder nass wird noch einen Nährboden für Mikroben bietet. Wer Wert auf hochwertige Raumluft legt, sollte sich daher für einen unserer SilentTECH-Vinylfussböden mit SPC-Trägerplatte und Raumluftklasse A+ entscheiden. 

Laminatboden klappert und ist glatt


 

Kennen Sie das Gefühl, wenn Sie in einen leeren Raum eintreten oder einem lärmfreien Zuhause sind und jeder Schritt auf Laminat in der Stille widerhallt? Laute Geräusche sind einer der Hauptgründe dafür, dass die Popularität von Laminatböden derzeit rückläufig ist. Die Schritte Ihres Haustieres auf Laminat sind auch für Nachbarn unter Ihnen bestens zu hören, weswegen Sie um des Friedens willen beim Bodenkauf auf eine gute Akustik achten sollten. 

Das Gehäuse eines Laminatbodens, sowie seine Kälte und Stanzung, entstehen durch eine sehr dichte Oberfläche, die aus gepresstem Papier besteht und mit Harzmelamin versiegelt/laminiert ist. Daraus leitet sich auch das Wort "Laminat" ab. Die Oberfläche unserer Vinylböden ist Polyurethan (PUR), welches die Oberfläche warm und leise macht und für jeden Raum geeignet ist. Die Polyurethan-Oberfläche ist als Material etwas weicher als Laminat, dies wurde jedoch bei der neuen Generation der Vinyldielen durch die Wahl einer sehr strapazierfähigen, dichten Steinverbundstruktur unter dem Rahmen berücksichtigt. Die Schlagfestigkeit der Vinyldiele ist bei weitem besser als die des Laminats. Lesen Sie auch über unseren Hammertest und großen Vergleich zwischen Laminat- und Vinylböden. 

Laminatböden schneiden also in Bezug auf Lärm und Fussgefühl am schlechtesten ab - Vinylböden als beste. Die restlichen Beläge sind in der Mitte der Skala eingeordnet.  

Der Fliesenboden ist ruhig, aber ohne Fußbodenheizung fühlt er sich kalt an. Richtig verlegt ist der Parkettboden leise, kann aber mit der Zeit "knarren" - insbesondere bei Klapp-Verschliess-Modellen. Geklebtes Parkett ist leiser im Vergleich. 

Korkböden hingegen sind schon einiges besser für ihre Stille und kommen Vinylböden am nächsten; auch beim Fussgefühl. Der häufigste auf dem Markt zu findende Korkboden ist Vinylkork, seine Oberfläche ist also wie eine Vinyldiele, aber die Unterlage ist eine nicht-wasserfeste Kombination aus HDF und Kork. Echtkorkböden mit Korkoberfläche sind sehr kratz- und stoßempfindlich, wodurch der Boden in Tier- und Kinderhaushalten schnell in einem schlechten Zustand ist. 

 

Parkett ist nicht das pflegeleichteste Bodenmaterial


 

Parkett gilt seit langem als sehr schöne, warme, zeitlose und ökologische Alternative, vor allem für Schlaf- und Wohnzimmer. Dabei muss man jedoch die schwächere Schlag- und Kratzfestigkeit von Hartholz in Kauf nehmen. Tatsächlich sind auf der Oberfläche des Parketts Spuren des Lebens leicht sichtbar: der Boden ist schnell zerkratzt, weil Hartholz nicht so haltbar ist wie Vinyl oder Laminat. 

Tipp: Besser ist es geöltes Parkett statt lackierten Parketts zu wählen. Bei lackiertem Parkett erscheinen Kratzer als weiße Schlieren, während bei ölgewachstem Parkett dem Kratzer Ölwachs zugesetzt werden kann, um die Kratzspur zu verblassen. Lackiertes Parkett verschließt zudem die Atmungsaktivität des Bodens, d.h. statt auf der Oberfläche des Holzbodens, geht man auf einem Lack, der sich nicht wie echtes Holz anfühlt. 

Wenn das Parkett aus Echtholz besteht, ist es auch empfindlich gegenüber Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit. Im Sommer, bei feuchter Luft, dehnt sich der Parkettboden aus, im Winter, bei trockener Luft, schrumpft der Parkettboden. Im Winter sollten Käufer von Parkett aufgrund der Garantiebedingungen Luftbefeuchter verwenden. 

Das Ölwachs und die für die Oberflächenbehandlung gewählte gebürstete Oberfläche, insbesondere bei Parkett, verbessern die Abriebfestigkeit des Bodens, weshalb die Spuren auf dem Boden nicht ganz so gut sichtbar sind. Einen schlagfesten Parkettboden bekommt man dennoch nicht, denn letztlich handelt es sich um echtes Holz. Das wissen viele Käufer von Parkett zu schätzen: Das Holz patiniert im Gebrauch schön, d.h. kleine Unebenheiten und Kratzer verleihen ihm seinen Charakter. Wenn Sie keine Unebenheiten mögen, sollten Sie etwas anderes als Parkett wählen. 

 


Im Bild SPC-Vinylboden in heller Eiche PUUTERI


 

Während Parkett von Zeit zu Zeit gewartet werden muss, bleiben die anderen Materialien in unserem Vergleich in gutem Zustand ohne Schleifen oder Wachsen. In Bezug auf die Pflege haben Nordicfloors Vinylböden den Vorteil, dass der UV-Schutz eine sehr lange Lebensdauer hat und der Boden nicht ausbleichen / vergilben kann. Dies ist ein Grund, warum wir auf unsere Vinylböden für den Heimgebrauch 20 Jahre Garantie geben können! 

Fliesen, Kork, Vinyldielen und Laminat können durch Staubsaugen und mit Bodenreiniger gepflegt werden. Am besten vertragen dabei Vinylböden mit SPC-Rahmen sowie Fliesen die Feuchtigkeit bei der Reinigung. Käufer von Vinyldielen sollten einen Vinylbodenreiniger wählen, der für ihren Boden geeignet und konzipiert ist. Beim Fliesenboden muss zusätzlich der Aufwand für die Reinigung der Fugen einberechnet werden. 

 

Der strapazierfähigste Boden ist Vinylboden


 

Was hält also am längsten? Vinyldielen und Fliesen sind am besten gegen mechanischen Verschleiß und Stöße beständig. Ein harter Schlag kann dazu führen, dass eine Fliese reißt, echtes Hartholzparkett hat schnell tiefe Dellen und Kratzer und Laminat kenn von der Oberfläche bis zum Rahmen reissen, sodass Schmutz und Feuchtigkeit in den Bodenrahmen eindringen können. Aus dem gleichen Grund, aus dem Vinylboden zu 100 % wasserabweisend ist, hat er auch eine unendlich gute Schlagfestigkeit; die SPC-Platte. 

 

Helles Laminat Laminatboden vs Vinylboden

Im Hammertest-Bild das Ergebnis von Laminatboden und Vinylboden. Beim Vinylboden reisst die Oberfläche nicht ein. 


 

Ein harter Rahmen aus Steinverbund sorgt dafür, dass ein in der Küche fallendes Messer, ein fallendes Werkzeug wie ein Hammer, ein wild spielendes Kind oder die Krallen eines Haustieres den Boden nur Oberflächlich beschädigen können. Der harte Rahmen verhindert das Eindringen von Wasser in die Bodenstrukturen, so dass der Boden nicht aufquellen kann und kein Nährboden für schädliche Keime entsteht. Dennoch sorgt die PUR-Oberfläche des Vinylbodens für ein angenehmes Fußgefühl.

 

Fussbodenmaterialien sind an die Preisgrenzen gekommen


 

Am günstigsten im Preis, aber am schlechtesten im Endergebnis, ist Laminat. Die Preise reichen von etwa 10 bis 40 Euro pro Quadratmeter, daher ist es mit einem Fliesenboden eine der günstigsten Optionen in der Auswahl. Fliesenböden sind ebenso günstig wie Laminat zu bekommen, der Quadratmeterpreis kann aber je nach Qualität bis zu mehreren Hundert Euro ansteigen. Korkböden und Parkett sind das teuerste Ende der Preis-Skala, da Korkböden etwa 30-60 Euro pro Quadratmeter kosten und 1-Stab-Hochwertiges Parkett etwa 60-120 Euro pro Quadratmeter kostet. Vinylböden befinden sich preislich in der Mitte, sind aber in ihrer Langlebigkeit unschlagbar! 

Der am schnellsten zu verlegende Boden ist ein schwimmender SilentTECH-Vinylboden. Am zweitschnellsten sind Laminat, Korkböden und Parkett, die zusätzlich ein Trägermaterial und beim Verlegen eine Kreissäge benötigen. Der Vinylboden hingegen kann mit einem Teppichmesser geschnitten werden, d.h. bei der Verlegung entsteht kein Staub im Raum. Von allen am langsamsten zu verlegen ist ein Fliesenboden, der sowohl Befestigungsmörtel als auch Fugen erfordert. 

Beim Budget für Laminatböden und Parkettböden müssen für den Kauf und Einbau von separater Trittschalldämmung ca. 5-6 e/m2 eingeplant werden. Unsere SilentTECH-Vinylböden haben eine integrierte Trittschalldämmung, welche auch einen Schritt bei der Installation spart. Erfahren Sie mehr über die Vorteile der SilentTECH-Technologie. 

Summa summarum: Vinylboden ist für fast jeden Raum, Bedarf und Budget der richtige Boden! Selbst ohne Fußbodenheizung ist er warm und komfortabel und mit Ausnahme von Fliesen die langlebigste Option. Mit der Wahl eines SilentTECH-Vinylbodens erhalten Sie außerdem Raumluftklasse A+, 100 % Wasserbeständigkeit, sehr gute Schlagfestigkeit, Pflegeleichtigkeit, einen günstigen Preis und ein angenehmes Fußgefühl! Wenn Sie Inspiration für die Auswahl von Bodenmustern benötigen, schauen Sie sich die Häuser unserer Kunden an. Wir haben auch eine umfassende Verlegeanleitung  zusammengestellt, damit Sie sehen, wie einfach und schnell die Vinyldielen-Verlegung ist! 


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